Einzelne Tweets wurden der Verständlichkeit halber und inhaltsbelassend verändert. Sämtliche Links sind zusätzlich und waren nicht Gegenstand oder Grundlage des Gesprächs.

Twinterview: Hallo Kristina! Wie geht’s?
Kristina Köhler: Gut! Sitze hier mit Kaffee und Yogurette und freue mich aufs Twinterview!
Twinterview: Der Wahlkampf hat ja eigentlich schon begonnen. Bist du hochmotiviert gestartet?
Kristina Köhler: Ja, die Planungen laufen schon auf Hochtouren. Im Moment überlege ich z. B., welche Give-Aways ich verteilen möchte.



Der Weg zur Berufspolitikerin



Twinterview: Als junge, moderne, attraktive Frau ist man fast schon ein Paradiesvogel in der CDU. Wie kam's zu deinem Interesse für sie?
KarlKeule: @twinterviewde was ist denn das für ein deutsch?
Twinterview: @KarlKeule Ick bemüh mir. Meinteste das Adjektivstapeln oder die Referenz zur CDU?
KarlKeule: @twinterviewde beides...aber gut Dings brauch Weile. :)

Kristina Köhler: Als ich 12 war hat mich der Mauerfall total fasziniert. Die in meiner Klasse haben für Pferde geschwärmt, ich für Helmut Kohl
Kristina Köhler: Dann bin ich mit 14 in die Junge Union eingetreten. Politik wurde mein größtes Hobby. Und 2002 hatte ich dann die große Chance, mein Hobby zum Beruf zu machen.
Twinterview: Also eher eine Bauchentscheidung. Verbindest du heute Ideale mit der Partei oder (...)
Twinterview: betrachtest du Parteien nach Praktikabilität?
Kristina Köhler: Es sind eindeutig Wertentscheidungen, die mich an die CDU binden: Freiheit, Verantwortung, Sicherheit, Gerechtigkeit.
Twinterview: Obwohl gerade die CDU in der Kritik steht (s.a. www.vorratsdatenspeicherung.de) , Freiheit gegen Sicherheit auszuspielen?
Kristina Köhler: Freiheit und Sicherheit bedingen sich doch gegenseitig. Wenn ich unsicher bin, bin ich auch unfrei!
KarlKeule: @kristinakoehler das geht ihrem interviewpartner auch so. :)

Kristina Köhler: also, meine Freiheit schränkt Vorratsdatenspeicherung nicht ein.
Kristina Köhler: Natürlich können die beiden Werte auch mal kollidieren. Dann muß eben das Parlament einen vertretbaren Mittelweg finden.



Zur Preisgabe von Privatem und Sperrung von kinderpornographischen Seiten


Twinterview: Gestern brachte das ZDF spät abends die Reportage „Der gläserne Deutsche“, in der gezeigt wurde, wie genau Unternehmen (...)
Twinterview: einzelne Personen schon kennen. Ignoriert man als Politiker, selbst auch sehr viel von sich preis zu geben?
Kristina Köhler: Den Beitrag habe ich nicht gesehen. Aber ich wundere mich auch immer wieder, wie viel Leute freiwillig preis geben (...)
Kristina Köhler: (...) aber ausgerechnet vor dem Staat, wo alles auf Gesetzen basiert und insofern transparent ist, eine Riesen-Panik haben.
Kristina Köhler: Ich persönlich achte sehr darauf, was ich preis gebe. Z. B. twittere ich bewußt nicht über private Dinge.
Twinterview: Der Beitrag gestern behandelte auch Andrej Holm. Ich habe einen Bekannten, dem ebenso nachspioniert wurde. Das stellt (...)
Twinterview: die Transparenz dessen, was man gewöhnlich auch für "den Staat" hält, & d.Notwendigkeit der Info-beschaffung eher in Frage.
Kristina Köhler: Wer ist Andrej Holm? Generell: Es gibt Extremismus, es gibt Terrorismus, der Staat muß hier auf rechtsstaatlicher Basis(...)
Kristina Köhler: sich auch Informationen beschaffen. Aber die rechtsstaatliche Basis darf er nicht verlassen, und wenn doch, dann (...)
Kristina Köhler: endet das eben mit einem BND-Untersuchungsausschuss, wo ich Obfrau bin und die Aktionen der rot-grünen Bundesregierung (...)
Kristina Köhler: z. B. bei Kurnaz und Bagdad untersuche. In totalitären Überwachungsstaaten gibt es keine Untersuchungsausschüsse!
Twinterview: Vielleicht wäre das ein Thema für dich. Holm hat nach der Unschuldsvermutung lediglich 2 Worte in wissenschaftlichen .
Twinterview: Publikationen verwendet, die eine intensive "staatliche" Verfolgung und Untersuchungshaft nach sich zogen. Aber soviel dazu
Twinterview: Du kommst 2x im TV in nächster Zeit, bei der ZDF-Drehscheibe und bei ZAPP. Freut man sich da nur persönlich oder hilft (..)
Twinterview: es der eigenen inhaltlichen Arbeit?
Kristina Köhler: ich freue mich und es hilft der Arbeit. Denn ich bin natürlich darauf angewiesen, daß Medien über meine Arbeit berichten ...
Kristina Köhler: Damit auch möglichst viele Bürger, v. a. Wiesbadener davon etwas mitbekommen. Denn so viele Bürgersprechstunden ich
Kristina Köhler: mache - allen Wiesbadenern werde ich nie persönlich begegnen.
Twinterview: Würdest du auch TV-Sendungen mitnehmen, die ein unklares Thema haben? Oder würdest du in irgendeinem Fall ...
Twinterview: eine Prime-Time-Sendung absagen?
Kristina Köhler: Habe schon viele Sendungen abgesagt,weil ich mit dem Thema nichts anfangen konnte, oder es mir zu reißerisch oder privat war
Twinterview: Frau vd Leyen drängt auf eine Internetsperre von kinderpornographischen Seiten, auch wenn ein zu Rate gezogener Experte ...
Twinterview: diese für nutzlos eingestuft hat. Worin würdest du den Nutzen dieser Aktion sehen?
Kristina Köhler: Darin, daß natürlich nicht jeder Hardcore-User, aber eben doch viele Einsteiger, Neugierige oder nicht so clevere User ...
Kristina Köhler: abgehalten werden. In Norwegen z. B. 15 000 bis 18 000 Zugriffsversuche am Tag!



Über den Nutzen von Twitter


Twinterview: SPD und Grüne rühmen sich ja ab und an dafür, so personenstark bei Twitter vertreten zu sein, ohne zu sagen, was das (...)
Twinterview: bringt. Versprichst Du dir etw. von Twitter oder ist das bis dato eher ein Privatinteresse?
Kristina Köhler: Ich kann über Twitter mit Leuten kommunizieren, die vielleicht nie in meine Bürgersprechstunde kämen und denen ich (...)
Kristina Köhler: auch nicht Sonntag Morgen beim Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr begegne. Twitter erweitert also meine Kommunikation!
Twinterview: Ganz, ganz lieben Dank für deine Zeit für das Interview, liebe Kristina. Und noch einen angenehmen Nachmittag!
Kristina Köhler: Euch auch noch einen schönen Nachmittag. Hat Spaß gemacht!




Kristina Köhler im Internet: www.Kristina-Koehler.de | Wikipedia



Link zur ZDF-Sendung: Der gläserne Deutsche
Wikipedia-Eintrag zu Andrej Holm: http://de.wikipedia.org/wiki/Andrej_Holm
Link zu von der Leyens Aktion zur Sperrung kinderpornographischer Seiten
Kritik zu dieser Aktion von Prof. Dr. Thomas Hoeren